Aus gegebenem Anlass, dem Jahreswechsel in eine neue Dekade, einem Neuanfang, einem mit Hoffnung und Auftrieb verbundenem Datum, möchte ich gerne ein paar meiner persönlichen Gedanken preisgeben.
Das Neue Jahr. Eine neue Chance. Eine Chance, die wir Menschen nützen können, um noch einmal über unseren Werdegang nachzudenken. Sich aufs neue die Frage zu stellen: bin ich im Einklang mit mir selbst und meiner Umwelt? Finde ich irgendwie die Balance zwischen "Ich bin" und "Die Welt ist". Kann ich meine Bedürfnisse, Wünsche, Ziele so setzen, dass ich mich frei fühle, andere dabei aber nicht tangiere, beeinflusse oder gar hindere? Völlig egal an was ich glaube, sei es eine Religion, eine politische Ideologie, einen Traum, eine bessere Welt. Habe ich mit dem Weg den ich gehe meine Bedürfnisse gedeckt? Bin ich zufrieden? Glaube ich an mich selbst? Denn das ist wichtig. So wichtig ist es auch, dass jeder Mensch auf der Erde sich diese Fragen überhaupt stellen kann. Viele Menschen können das nicht. Sie haben nicht den Wohlstand, die Bildung, das Vergnügen, die Möglichkeiten. Oft haben sie nicht einmal die Möglichkeit, den nächsten Tag zu überleben. Jedoch glauben vielleicht auch sie, dass die Welt sich ändern kann. Veränderung ist das einzige Prinzip, durch das sich eine Situation verändern kann. Dieser Satz mag dumm klingen, jedoch scheinen dann auch manche Menschen so dumm zu sein, um nicht einmal diesen Satz erfassen zu können. Sie halten fest an eingefahrenen Prinzipien, konservativem Gerede, "mia san mia" und "gessn wird was am Tisch kumd". Sie machen Dinge, wie sie sie eingehämmert bekommen haben, schauen sich Lebensentwürfe ab, vermeiden jegliche Auseinandersetzung mit sich selbst, sind stolz und erhaben darauf, dass sie hohl sind. Das mag ein hartes Urteil sein, jedoch würde man dem Menschen seinen freien Willen absprechen, würde man sagen sie könnten nichts dafür. Ich verstehe, dass soziale Umstände, persönliche Lebensgeschichte und Veranlagungen die Entwicklung unserer Person stark beeinflussen. Und darum plädiere ich an jene, die die Welt in einem größeren Radius beeinflussen können, sich die am Anfang gestellten Fragen noch einmal zu stellen: bin ich mit mir selbst und meiner Umwelt im Einklang? Finde ich die Balance zwischen "Ich bin", meinem persönlichen Lebensentwurf, und "die Welt ist", den Bedürfnissen meiner Umwelt, sprich Mensch und Natur? Man stellt sich diese Fragen nicht oft, ist getrieben, glücklich, unglücklich, jeder Mensch fühlt. Doch ab und zu, und der Wechsel in eine neue Dekade stellt dazu eine gute Möglichkeit dar, sollte man sich fragen, welche Veränderung die Welt braucht, damit alle es gut haben. Kein Mensch ist perfekt, doch aus Fehlern kann man lernen. Wenn man sich diese eingesteht. This is our planet, we are here to nurture it. Yes we can.
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Veröffentlicht vor 41 Jahren