Vierundfünfzig Wochen (Drama)
Im letzten Jahr habe ich viel gelernt. Resümée: Was nutzt es, wenn man einem Menschen vertraut, derjenige dieses Vertrauen aber nur ausnutzt? Und was nutzt einseitige Liebe? Nichts. Es gibt eben gute und schlechte Menschen in unserer Welt.
Frauenaugen sind böse. Erst blicken sie dich unschuldig von unten an (zumindest bei meiner Größe), mit stiller Genugtuung sehend, dass du hinter ihren Rehaugen die pure Leidenschaft erkennen kannst, um dich später zu fesseln und um den Verstand zu bringen. Schon oft gedacht, noch nie geschrieben: Die Augen sind die Waffen, die Blicke die Munition der Frauen. Und die werden von Generation zu Generation weitervererbt, Mamas Blick lehrt schon die Tochter, bohrt sich in ihr Hirn.
Manche Frauen wollen dich verändern. Sie ist das Model, du bist der Freak. Genau an diesem Punkt muss Mann in Zukunft HALT sagen. Natürlich müssen beide mitspielen. Wenn sie dich dann so haben, wie sie wollen, sind sie entzückt, haben ihr Ziel erreicht und suchen sich ein neues Opfer. Level complete, quasi.
Anscheinend gibt es doch auch tatsächlich Frauen, die davon reden, dass man ihnen anscheinend zu wenig Vertrauen schenkt, um einige Tage später zu erklären, dass sie sich an die Zeiten, als sie dich betrogen haben, kaum mehr erinnern können. Weil’s schon so lange her ist. Plötzlich wird dir einiges klar. Zuerst fühlst du Leere, dann Hass, dann Mitleid und schließlich stirbt ein großer Teil in dir und ist für immer gelöscht. Treue und Vertrauen – zwei große Worte.
The Streets - Blinded by the lights
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Hätte ich auf meine und auch auf ihre Freunde gehört und das Ganze vor Ewigkeiten beendet, wer wäre ich heute und was hätte ich anstatt dieser vergeudeten Zeit der Hoffnung und Sehnsucht erlebt? Hätte ich nicht auf mein Herz und meine Geliebte gehört! Ach, wenn das hätte nicht wäre… Ich will gar nicht wissen, was ich noch nicht weiss. Was ich gehört habe ist mir vollkommen genug. Und deshalb besiegle ich dieses Kapitel meines Lebens endgültig. Vierundfünfzig Wochen waren es. Dreißig waren schön. Der Rest war ein Teufelskreis.
Junge lernt Mädchen kennen, Junge lernt Mädchen lieben, Mädchen ist vergeben. Mädchen entscheidet sich für Junge, beide sind glücklich. Mädchen verändert Junge. Mädchen betrügt Junge, Junge weiss es nicht. Junge bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Mädchen spielt Junge ein halbes Jahr etwas vor, Junge vertraut Mädchen. Mädchen ignoriert Junge, spielt mit ihm, Mädchen ist zu feige die Wahrheit zu sagen. Junge steht vor Rätsel. Mädchen ist böse, das Mädchen zerstört alles. Junge wird verrückt. Junge verliert Mädchen. Der Junge beruhigt sich. Für den Jungen beginnt ein neues Leben. Guter Stoff, guter Drama-Stoff!
Leider habe ich der Frau am Schluss noch einen Grund gegeben, mich endlich hassen zu können. Davor hat sie ihn vielleicht gesucht, aber nie gefunden. Ich war zu gut für sie.
Kann man Vertrauen wiederherstellen? Ein kluges chinesisches Sprichwort sagt: "Es ist schwer verschüttetes Wasser wieder zu sammeln".
Arthur Heilmann, ein Theologe, meint: Vertrauen ist Sicherheit, ohne das Vorhandensein von Beweisen. Vertrauen ist ein Raum, den ich selbst erschaffe, und den anderen miteinbeziehe, mithineinnehme. In diesem Raum ist gemeinsames Erleben möglich. Ich will Dein Vertrauen - ist der Wunsch am Anteilnehmen an den Erfahrungen des anderen. Vertrauen ist der Glaube und die Hingabe, daß alles richtig ist was stattfindet, was wir erleben. Auch die Dinge und Gefühle, die wir ablehnen. Unser Vertrauen, uns selbst anzunehmen, in jedem Zustand, ohne Widerstand, ohne Wünsche, ist der Boden für unsere Sicherheit. Wir trauen uns was. Wir vertrauen uns. (Quelle: pfarrer.de)
Obwohl mich viele Menschen belogen haben, von denen ich angenommen habe, dass ich ihnen vertrauen kann und sie ehrlich zu mir sind, weiss ich, dass nicht alle Menschen so sind. Ich weiss auch, dass diese Menschen zwischen zwei Freundschaften standen, und sich entscheiden mussten. Natürlich entscheidet man sich für die länger bestehende und tiefere. Diese Menschen mussten sich entscheiden: Verrat oder Lüge. Und sie haben sich für Zweiteres entschieden, weil es leichter für sie war. Und trotzdem finde ich, dass Ehrlichkeit immer am längsten währt.
Yann Tiersen - La Valse d'Amelie
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Ich wünsche einen schönen Abend und ein erholsames Wochenende.
Stefan Meier
Der Managementtrainer Peter R. Scholtes (1998) stellt Vertrauen (Zuneigung, Respekt und Misstrauen) als subjektive Bewertung von zwei Faktoren in einem zweidimensionalen Modell dar:Beim Lesen von Warren Benis' Definition kann ich im Nachhinein erkennen, an was es von ihrer Seite gefehlt hat. Es fehlte an Konstanz, Fürsorge, Aufrichtigkeit und Kongruenz. Sie war eben die beste selbstzerstörerische Schauspielerin der Welt, ich war verliebt in sie und darum blind.Die Dimensionen sind Wohlwollen (hoch/niedrig) und Tauglichkeit (hoch/niedrig) und beruhen auf der Bewertung eines Menschen bezüglich eines anderen, einer Situation oder einer Sache. So kann nach dieser Darstellung kein Vertrauen entstehen, wenn der Beurteiler eine andere Person zwar für sachlich kompetent hält, aber dessen Interesse den Beurteiler in Zukunft zu unterstützen als niedrig bewertet wird. Diese Bewertung würde zu Respekt führen. Über dieses einfache Schema hinaus definiert Warren Bennis in einer Zusammenfassung über seine Arbeit, dass Vertrauen heute die klassischen Arbeitsbeziehungen ablöst. Das bedeutet, dass bei sinkender Jobsicherheit talentierte Menschen nur dann bei ihrem Arbeitgeber bleiben werden, wenn ein beidseitiges Vertrauensverhältnis herrscht; wo dieses Vertrauen zum Klebstoff der Organisation wird. Dieses Vertrauen - ob beruflich, in Partnerschaften, Freundschaften oder Organisationen - basiert seiner Meinung nach auf fünf Faktoren: Kompetenz (competence): Fähigkeit, Fertigkeit; vergleichbar mit der Tauglichkeit im Scholtes-Modell (s.o.); Konstanz (constancy): wiederholtes und langfristiges Zeigen des gleichen Vertrauen erweckenden Verhaltens; Fürsorge (caring): Mitgefühl, Empathie, aktives Einsetzen für den anderen; Aufrichtigkeit (candor): Ehrliches, offenes Auftreten, Kritikfähigkeit einschließlich der damit verbundenen Verhaltensweisen, "ins Auge sehen", "ein offenes Ohr haben", "klare Worte sprechen"; Kongruenz (congruity): Authentizität, mit sich selbst im Einklang sein, im Gegensatz zu falsch oder hinterrücks zu erscheinen; Für Bennis sind dies die Charaktereigenschaften, die ein Mensch gebündelt aufweisen muss, um in anderen Vertrauen erwecken zu können. Somit ist Vertrauen nicht ein Zustand, sondern ein Prozess, der ständiger Erneuerung bedarf, aber eben auch ein erlernbarer Prozess, der sich aus der Entwicklung der o.g. Einzelfaktoren verstärken lässt. (Quelle: wiki)
Gegenseitige Treue Treue ist relevant bei längerfristiger sozialer Nähe von Mitgliedern in hochpersönlichen Institutionen wie z. B. in der Freundschaft, Partnerschaft oder Ehe. Eine besondere Form ist hier die Treue zu sich selbst, man steht dann zu seinen Vorlieben oder zu seiner Vergangenheit. (Quelle: wiki)Irgendeinen Fehler haben die meisten Frauen, und wenn es "nur" eine tiefe psychische Narbe aus der Vergangenheit ist. Sie sind eben auch nur das, was sie erlebt haben. Schlecht ist nur, wenn man schlimme Ereignisse aus seiner Vergangenheit auf einen völlig unschuldigen Menschen projiziert und ihn damit vergiftet. Trotz aller Liebe. Trotzdem höre ich nicht auf zu versuchen, das Gute in jedem Menschen zuerst zu sehen. Ich werde nur vorsichtiger sein. Die Freiheit riecht gut, sie hat etwas so leichtes an sich! There’s plenty more fish in the sea!
Artikel erstellt am 08.12.2007 um 17:51 Uhr // 392 Views
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8 Kommentare zu diesem Beitrag
"Irgendeinen Fehler haben die meisten Frauen" ?? excuse-moi, aber: 1. polarisierend 2. wohl eher eine ausgeburt deiner gefühlslage. alles in allem: guter seelenbalsam (für dich), guter text (für mich)
Zeig mir die perfekte Frau ohne Fehler! Bin ja gespannt aus welchem Ärmel du die zaubern willst...
Für die Ausnahmen würde das "die meisten" stehen.
Und ich fühle mich gut, danke :)
die aussage ist ja prinzipiell nicht falsch, nur solltest du die männerwelt mit in den sumpf ziehen, die ist nämlich auch weit vom endstandium der perfektion entfernt. aber seien wir uns mal ehrlich, wollen wir wirklich die perfektion?
Deshalb steht da: "Sie sind eben AUCH nur das, was sie erlebt haben."
Ich will niemanden in den Sumpf ziehen, ich versuche nur Erlebnisse und Gedanken für die Leser zu konservieren. Vielleicht auch für mich, damit mir sowas nie wieder passiert.
der text berührt mich in meiner momentaen stimmungslage zutiefst. vertrauen (pff), einengen, freiraum lassen und trotzdem noch vertrauen (pff pff). das schubladendenken hinter sich zu lassen und einfach zu lieben fällt der neuen generation frau schwer. jeder bringt opfer.
gruß geht mal wieder raus an alle
frieden für die menschen und die umwelt
Jeder lebt für sich, viele aber zu sehr. oft sind es halt doch die männer. nur bei den frauen, da wirkt es so hinterhältig. und auch nur darum, weil wir uns noch nicht daran gewöhnt haben.
daher: her mit der harmonie!
dass harmonie nicht von selbst entsteht, dass man sich dafür einsetzen, seine denk- und lebensweisen auch mal überdenken muss, das haben viel noch nicht verstanden. ich hab das gefühl, fast alle geben sich dem puren egoismus hin und keiner hat mehr lust, sich zu entscheiden, festzulegen, zu kämpfen. das glück, fällt einem nicht in die hände und bei der erstbesten gelegenheit schlagen viele einen neuen weg ein; man darf sich auch ja nichts entgehen lassen! klar, es ist wichtig, neue wege zu gehen, aber irgendwann einmal ist es vielleicht zeit dafür, seinen alten weg zu pflegen, gestrüpp wegzuräumen, äste zurechtzuschneiden, den löwenzahn am wegrand zu pflegen.. ja, es kostet mühe und dass so wenige bereit sind, das auf sich zu nehmen, finde ich einfach nur traurig und entmutigend.
"[...]aber irgendwann einmal ist es vielleicht zeit dafür, seinen alten weg zu pflegen, gestrüpp wegzuräumen, äste zurechtzuschneiden, den löwenzahn am wegrand zu pflegen...[...]" --> Schön gesagt, Laura :)
Manche Menschen müssen erstmal die Bäume am Wegesrand sehen, nach links und rechts blicken, ehe sie ihre pilzbefallene morsche Rinde pflegen können.

