Mad Ads - Werbung der 60er
Einst gab es Serien wie WWW (Die Witzigsten Werbespots der Welt), die bewiesen, dass Werbung auch Leichtigkeit und Witz transportieren kann und dabei den eigentlichen Verkaufszweck geschickt in den Hintergrund treten ließ. Die amerikanische Produktion "Mad Men" erzählt von der Werbebranche der 60er Jahre und vermengt dabei geschickt historische Ereignisse mit der aufstrebenden Werbewelt dieser Zeit.
Ich hatte dem Serienkonsum eigentlich abgeschworen. Zu viel Zeit nahmen die Geschichten in Anspruch, als dass ich mich konzentriert Staffel um Staffel widmen wollte. "Lost" war die letzte große Produktion die ich sah, doch selbst hier verflüchtigte sich meine Aufmerksamkeit nach der vierten Staffel. Später versuchte ich es mit "Breaking Bad", dabei kam ich nicht einmal über die erste Staffel hinaus. Die Serie ist gut, aber mir fehlte schlicht und einfach die Motivation und Ausdauer dazu.

Mit "Mad Men" ist das anders. Zu einem nicht unmerklichen Teil liegt das an den sachte eingestreuten historischen Referenzen, die eine recht glaubhafte Rahmenhandlung zum auf und ab des Werbefachmanns und Hauptcharakters Don Draper beisteuern. Angesiedelt in den frühen 60er Jahren, erlebt der Zuschauer in kleinen Dosen Ereignisse wie die das Attentat auf John F. Kennedy, die kollektive Trauer zum Tod Tod Marylin Monroes oder den Sieg von Muhammad Ali über Sonny Liston.
Dabei spart die Serie auch nicht mit gesellschaftlichen Anspielungen, wie den zu dieser Zeit klar definierten Geschlechterrollen, dem alltäglichen Sexismus und Rassismus oder dem Rauchvergnügen einer ganzen Gesellschaft. Manches Mal zeigt sich "Mad Men"plump und vorhersehbar und viele der Charaktere verharren zu lange in bloßer Oberflächlichkeit. Doch immer wieder kehrt der Fokus zurück zu den Projekten der Manhattener Werbeagentur und gibt dem Zuseher einen interessanten Einblick in die Konsumwelt der 60er. In den Momenten in denen Draper (John Hamm) dann über Verlangen, Träume und Bedürfnisse der Kunden philosophiert, liegt ein beträchtlicher Reiz der Serie. Da vermischt sich die Werbeästhetik vergangener Tage mit den eigenen Vorstellungen und Einstellungen und wird zur entlarvenden Selbstschau.
Angetrieben davon fand ich auf YouTube unzählige Werbespots aus eben dieser Zeit. Die gezeigte Auswahl konzentriert sich auf Werbung für die Jüngsten und schon alleine dadurch lässt sich einiges über das Selbstverständnis der amerikanischen Nation zu jener Zeit finden. Vieles davon wäre heute in dieser Form mit Sicherheit nicht mehr möglich.
Ich hatte dem Serienkonsum eigentlich abgeschworen. Zu viel Zeit nahmen die Geschichten in Anspruch, als dass ich mich konzentriert Staffel um Staffel widmen wollte. "Lost" war die letzte große Produktion die ich sah, doch selbst hier verflüchtigte sich meine Aufmerksamkeit nach der vierten Staffel. Später versuchte ich es mit "Breaking Bad", dabei kam ich nicht einmal über die erste Staffel hinaus. Die Serie ist gut, aber mir fehlte schlicht und einfach die Motivation und Ausdauer dazu.

Bild: AMC
Mit "Mad Men" ist das anders. Zu einem nicht unmerklichen Teil liegt das an den sachte eingestreuten historischen Referenzen, die eine recht glaubhafte Rahmenhandlung zum auf und ab des Werbefachmanns und Hauptcharakters Don Draper beisteuern. Angesiedelt in den frühen 60er Jahren, erlebt der Zuschauer in kleinen Dosen Ereignisse wie die das Attentat auf John F. Kennedy, die kollektive Trauer zum Tod Tod Marylin Monroes oder den Sieg von Muhammad Ali über Sonny Liston.
Dabei spart die Serie auch nicht mit gesellschaftlichen Anspielungen, wie den zu dieser Zeit klar definierten Geschlechterrollen, dem alltäglichen Sexismus und Rassismus oder dem Rauchvergnügen einer ganzen Gesellschaft. Manches Mal zeigt sich "Mad Men"plump und vorhersehbar und viele der Charaktere verharren zu lange in bloßer Oberflächlichkeit. Doch immer wieder kehrt der Fokus zurück zu den Projekten der Manhattener Werbeagentur und gibt dem Zuseher einen interessanten Einblick in die Konsumwelt der 60er. In den Momenten in denen Draper (John Hamm) dann über Verlangen, Träume und Bedürfnisse der Kunden philosophiert, liegt ein beträchtlicher Reiz der Serie. Da vermischt sich die Werbeästhetik vergangener Tage mit den eigenen Vorstellungen und Einstellungen und wird zur entlarvenden Selbstschau.
Angetrieben davon fand ich auf YouTube unzählige Werbespots aus eben dieser Zeit. Die gezeigte Auswahl konzentriert sich auf Werbung für die Jüngsten und schon alleine dadurch lässt sich einiges über das Selbstverständnis der amerikanischen Nation zu jener Zeit finden. Vieles davon wäre heute in dieser Form mit Sicherheit nicht mehr möglich.
Artikel erstellt am 05.01.2012 um 17:22 Uhr // 5317 Views
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