Google Chrome

Ein neuer Internetbrowser erblickt das Licht der Welt, eigentlich keine große Besonderheit, wäre es nicht Softwaregigant Google, der mit einer ersten Beta von Chrome versucht, ein Stück vom heiß umkämpften Internet-Kuchen für sich zu beanspruchen. Internet-Browser unterscheiden sich kaum mehr voneinander, neue Funktionen werden relativ schnell von der Konkurrenz adaptiert und dem eigenen Stallpferd injiziert. Zu den angepriesenen Kernfunktionen und Neuerungen des recht schlichten Chrome zählen unter anderem:
  • Schneller Umgang mit Web-Applikationen
  • Open-Source-Browser
  • Web-Kit basiert
  • Schnelle Javascript-Engine
  • Eine "intelligente" Adressleiste
  • "Porn Mode": Hinterlässt keine Spuren der besuchten Seiten auf dem Rechner
  • Tabs funktionieren als einzelner Prozess und legen bei einem Absturz nicht den gesamten Browser lahm
  •    
    Chrome Tabs   Sad Tab Quelle: Google.com
      Wer sich genauer für die Neuerungen in Googles Browser interessiert, dem sei dieser Comic ans Herz gelegt, aus dem auch die obrigen Zeichnungen entstammen. In aktuellen Bewertungen der Marktanteile für Webbrowser zeigt sich ein eindeutiges Bild: Obwohl an einstiger Dominanz verlierend, führt der Internet Explorer noch immer mit einem Bärenanteil von fast 74 % Marktanteil (einst über 90 %) die Statistiken an. Dahinter freilich der stets zulegende Mozilla-Browser Firefox mit 18 % und der sich einer immer größeren Fangemeinde erfreuende Apple-Browser Safari mit annehmbaren 6 %. Selbst der früher vielbeachtete Opera-Browser aus Norwegen schafft heute kein läppisches Prozentchen mehr (0,7 %). Umso erstaunlicher die Meldung, dass Chrome innerhalb eines Tages schon ein Prozent Marktanteil für sich beanspruchen konnte. Natürlich sind solche Statistiken mit Vorsicht zu genießen, die Downloads bei Veröffentlichung eines Browsers und bei enormer Medienpräsenz (wie im Falle Google) sind gerade in den Anfangstagen ausgesprochen hoch. Zudem wird es auch viele Nutzer geben, die Chrome nur ausprobieren wollen, und nicht gleich vorhaben, ihren Browser zu wechseln. Bei ars technica findet sich ein gewohnt ausgewogener und ausführlicher Test zum neuen Browser. Derzeit liegt Chrome nur in einer Version für Windows vor, Linux und Mac User müssen sich noch ein wenig gedulden, so wie ich. Hat jemand schon erste Erfahrungen mit Chrome sammeln können? Derweil macht der Standard etwas Angst, generell sinkt bei mir auch zunehmend das Vertrauen in die Marke Google. Der österreichische Autor Gerald Reischl behandelt in seinem Buch "die Google Falle" viele beunruhigende Aspekte des Monopolisten Google. Text: Reiner Kapeller


    Artikel erstellt am 04.09.2008 um 16:18 Uhr // 148 Views





    SHARE