Die Geschichte der Geschichte (1750 - )
Das weite, wüste Land unsrer ewigen Generation,
erhebt sich, frohlockt im Singen und Scherzen.
In die Mitte gerückt, nicht mehr im Schatten der Kerze,
ist’s nun uns zum Lohn, gleich dem ewigen Sohn.
Krieg! brüllen wir voll erhabener Sehnsucht
nach alter Stärke und erhabener Macht.
Mut, nur Mut zum großen Wurf in großer Schlacht,
ist gefragt zum Stillen unsrer Ruhmessucht.
Waffen, Geld, Liebe, Menschen vergehen,
wie Kirschblüten nach langem Treiben
verweht, das Leben in Schönheit zerronnen,
wehet, wie hat’s steht unter uns begonnen.
Das weite Land erbebt durch große Wucht, wir streiten,
für es, gewinnen, fordern, immer mehr, von allem.
Wir holen uns alles, von euch, von ihnen. Wo ist der Rest,
der Spaß bereiten, uns dienen, uns gefallen, uns allein
gehorchen kann?
Plündert die Parlamente, die Regierungen, kauft sie,
überhäuft sie, sie wollen es, nur wir können es, wir machen es.
Schon hört ihr sie stürzen, die Anderen stürmen, erzürnt,
von ihres Gleichen verraten und zu Schulden aufgetürmt.
Ein neuer Krieg, mit Waffen, beginnt zu leuchten.
Die Freude bei uns, alles, sie sterben, wir verdienen
eine goldene Nase und mehr als wir bräuchten
zum Leben, stopfen wir Löcher mit Geldessegen.
Zu guter Letzt wird zu spät erkannt, sie, in ihrer Not,
suchen die Verzweiflung. Sie kämpfen mit zu großem Lechzen,
zu wenig Geduld, empfangen den letzten Tod,
zerschießen sich, die Welt und uns zu fetzen.
Wüst, so bleibt der letzte Akt im Reigen,
mittellos, eine Welt in Scherben,
alles sei gestorben
ohne Geld
und ohne Leben.
Haben uns zu früh gefreut, zu viel gewollt.
So warten wir auf die nächste Welle, die nächste Nacht,
auf das Banner des Herolds der Bankenwacht. Erwarten
ewig und von fern das nächste Gefecht um des Menschen
Seele, Herzen und schicksalgrößten Friedenstern.
Das weite, wüste Land unsrer ewigen Generation,
erhebt sich, frohlockt im Singen und Scherzen.
In die Mitte gerückt, nicht mehr im Schatten der Kerze,
ist’s nun uns zum Lohn, gleich dem ewigen Sohn.
Artikel erstellt am 15.02.2012 um 18:40 Uhr // 285 Views