Denkfabrikat Betriebsausflug nach Vorarlberg
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Denkfabrikat Betriebsausflug nach Vorarlberg

Es geschah im Sommer 2009, dass sich zwei Denkfabrikatler aufmachten um den Ursprung des Denkfabrikats zu erkunden - Vorarlberg, Geburtsbundesland von Stefan und Reiner. Von romantischen Spaziergängen in der wunderschönen Kleinstadt Feldkirch, über ausgelassenes Feiern beim poolbar-Festival bis zu kräfteraubenden Bergwanderungen war für uns alles dabei was das (Land)Herz begehrt. Nach einer zermürbenden siebenstündigen Zugfahrt quer durch nahezu ganz Österreich raus aus der klimatisierten Zugluft und rein in die frische Landluft.
ST831562Blick vom Zug aus auf wunderschöne Lichtspiele
Stefan erwartete uns barfuß und der erste Satz nach der Begrüßung lautete: „Brauchts goa net glaum, dass i jetz normal mit eich red!” Die Sprachbarrieren waren überraschenderweise aber nach dem ersten Abend mit waschechten Vorarlbergern schnell beseitigt und der angeregten Konversation entsprangen einige Lieblingssätze und neue Wörter bereicherten unseren Sprachschatz:
„Do war i ghörig zua!” „Du hosch jo net alle Küah uf da Bünt!” „Woasch wia i moan?”
Und endlich hab auch ich (Flachländlerin, wie ich liebevoll bezeichnet wurde) die Bedeutung und Verwendung des Wörtchens „gsi” durchschaut. Nachdem Stefan ghörig uftischt hat, fielen wir schön angeheitert ins Bett um am nächsten Tag vom Duft frischer, selbstgemachter Käspätzle geweckt zu werden. Köstlich-ein Kompliment an die Köchin (Stefans Mama)! Nachdem wir unseren Mägen eine angemessene Verdauungszeit gegönnt hatten, nahmen wir den Bus von Göfis nach Feldkirch. Die Stadt hat mich auf Anhieb verzaubert (ja ein klein wenig Kitsch muss sein). Enge Gassen münden in großzügige, gepflegte Fußgängerzonen, die von gemütlichen Café´s gesäumt sind, die Menschen sind so freundlich wie das Bild der Stadt selbst. Nicht zu vergessen: Feldkirch ist die Heimat des weltbesten Kebaps, allein deswegen würde ich die siebenstündige Zugfahrt wieder auf mich nehmen.
ST831582Eine der vielen kleinen Gassen ST831583Kurz vor unserem ersten Bier... ST831592Ruhezone am Ufer der Ill
An diesem Tag stand uns auch der erste Besuch des Alten Hallenbades, das das Poolbar-Festival beherbergt bevor. Nachdem wir uns bei einem Freund von Stefan eingestimmt hatten, machten wir uns auf den kurzen Weg über die Ill zum Abendprogramm.
ST831597
Ich war auf Anhieb begeistert. Ein imposantes und modernes Lichtkonzept und minimalistische Sitzgarnituren drinnen wie draußen, entspannte, junge Menschen, wunderbares Wetter, viele bekannte Gesichter hinter der Bar und Musik abseits des Mainstreams. Highlight war dann etwas später, als der Pool geöffnet wurde. Bühne und Publikum tauchen dort tatsächlich in ein altes (ausgelassenes) Schwimmbecken ein, über dem sich das –obwohl es nur aus simplen Glühbirnen besteht- beeindruckende Lichtkonzept fortsetzt.
ST831602 ST831609 Stefan und Michael beim Poolbar-Festival
Obwohl an dem Abend „nur” Vorarlberger Bands spielten, war es für mich ein Genuss, denn es wurde feiner Stoner-Rock dargeboten. Der nächste Tag brachte zum „Frühstück” ein 30 cm Schnitzel in der Schattenburg in Feldkirch. Für mich persönlich nicht zu bewältigen, aber sehr lecker.
ST831634 Die halbe Sau muss man gesehen haben
Danach hüpften wir in den Zug (schon wieder) und fuhren nach Bregenz – Festspielbühne, Füße im Bodensee, Erdbeermilch beim Milchpilz, zu dem der kleine Stefan vor Jahren schon seine Eltern schleifte und wieder retour.
ST831646 "Brunnen" vor der Bregenzer Festspielbühne ST831673 Strandpromenade am Bodensee
Das wars dann für mich und ich zog das Bett einem kleinen Ausflug in den Wald vor. Denn am Tag darauf packten wir die Wanderschuhe aus und bestiegen einen 2400er. Zugegebenermaßen fuhren wir 2000 Meter mit Auto und Seilbahn. Vom wunderschönen Lünersee ging es dann auf die Totalphütte und ich hab mir schwer vorgenommen das Rauchen aufzugeben…
ST831711 Lünersee ST831729 Totalphütte
Dann endlich das Highlight – „Miss Kittin and The Hacker” beim Poolbar Festival! Leider dauerte ihr Auftritt bloß eine Stunde, dafür waren für mich HOODGRIM, ein Duo aus Berlin die Überraschung des Abends. Die zwei begeisterten mich mit sehr tanzbarer, abwechslungsreicher elektronischer Musik und eigentlich kristallisierten sich die zwei – die bis auf eine Stunde das gesamte Abendprogramm bestritten- als Hauptact des Abends heraus. Zuviel Bier intus, ziemlich leergetanzt und eine rasante Taxifahrt bei der ich eine waschechte Lebenskrise ob des wahnwitzigen Fahrstils des Taxlers ausstand später, fielen wir endlich ins Koma. Vier Stunden später war es Zeit wieder für sieben Stunden im Zug zu verschwinden und die wunderschönen, spannenden und lustigen Tage in Vorarlberg revue passieren zu lassen. An dieser Stelle möchte ich noch einmal Stefan und seiner Familie für die schöne Zeit danken!

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Artikel erstellt am 25.08.2009 um 23:43 Uhr
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1 Kommentare zu diesem Beitrag


richtig vorarlbergerisch wärs eigentlich "do bin i ghörig zua gsi" anstatt "do war i ghörig zua" freut mich, wenns euch gefallen hat. und wusst ich doch, dass ich euch in sachen kebap nicht zu viel versprochen hab....
26.08.2009 um 18:09
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